Schama, Sophia

© Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden e.V.  2020

Sophia Schama

Ohne Titel, März 2010

Öl auf Leinwand auf Plexiglasfolie, 50 x 125 cm

Durch die GMKD erworben, seit 2011 als Leihgabe in der Galerie Neue

Meister

Sophia Schama beschäftigt sich in ihrem OEuvre intensiv mit komplex gestaffelten Bildräumen. Deren verdichtete und komprimierte räumliche Illusion erzeugt die Künstlerin durch die Überlagerung einzelner Bildelemente. Diese übermalt Sophia Schama zum großen Teil jedoch wieder, sodass dem Betrachter der Blick auf verschiedene Bildebenen verwehrt bleibt. Nur vereinzelt brechen die dichten Strukturen auf und erlauben einen Einblick in die Tiefe des Bildes. Ähnlich funktioniert auch Sophia Schamas „Bildobjekt 4 (o. T.)“. Es handelt sich hierbei um eine zu einem Rohr gebogene und teilweise bemalte Plexiglasfolie. Die kräftigen, vertikal verlaufenden Pinselstriche haben eine starke plastische Wirkung, sie überlagern sich und wieder- holen das Motiv der Röhre. Darin befinden sich zwei hintereinander gestellte Leinwände, wodurch sich die gestauchte Form und die daraus resultierenden zwei Hauptansichten erklären. Sophia Schama verfolgt auch hier das Interesse dicht gestaffelter Bildräume, geht jedoch noch einen Schritt weiter: Die Bildtiefe, die in der Malerei nur als Illusion existiert, wird nun in einen realen Raum überführt. So bilden die Wände der Röhre und die zwei gestaffelten Gemälde verschiedene Bildebenen in unterschiedlichen Transparenzen. Sie gewähren dem Betrachter Durchblicke, die jedoch immer unvollständig und somit fragmentarisch bleiben. elena rieger (aus dem Buch GMKD25)
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