Skoda, Vladimir

© Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden e.V.  2020

Vladimir Skoda

Trois espaces virtuels. 1997

3 Stahlkugeln: Edelstahl, Durchmesser: (1) 30

cm, (2) 28 x32 cm, (3) 32 x 28 cm

Durch die GMKD aus der Galerie Wittenbrink,

München, erworben, seit 2006 als Leihgabe in der

Galerie Neue Meister

Der tschechische Bildhauer Vladimír Sˇkoda wird oft als Bildhauerschmied und Bildhaueralchimist bezeichnet. Seine Skulpturen und Objekte basieren auf der Konzentration und Umformung von Energie in Materie und sind Ausdruck seines anhaltenden Interesses an Astronomie, Kosmologie, Alchemie, Atomen und der Umwandlung von Metallen, welches er schon früh durch Besuche im Dresdner Mathematisch-Physikalischen Salon vertiefte. Seit den späten 1970er Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Motiv der Kugel. Sie ist bei Sˇkoda stets beides: Körper und Form, Raumvolumen und Oberfläche, Substanz und Metapher sowie Produkt körperlicher Arbeit und Objekt der Meditation. „Trois espaces virtuels“ (Drei virtuelle Räume) von 1997 besteht aus drei unterschiedlich ausgeformten Kugelkörpern. Sie sind das Resultat eines hohen Kraft- und Energieaufwands, welcher nötig ist, um eine große Menge Material in kompaktem Volumen zu verdichten. Die Kugeln aus legiertem Stahl muten wie makellose, industriell gefertigte Produkte an, wurden jedoch von Hand geschmiedet und auf Hochglanz poliert. An ihren spiegelnden Oberflächen scheinen sich die massiven Metallkörper aufzulösen, da ihre sphärischen Wölbungen ein fließendes 360-Grad-Panorama der Umgebung reflektieren und der Übergang vom Körper zum Raum optisch nicht zu fassen ist. Die Kugeln spiegeln, fragmentieren und konfigurieren das Bild ihrer Umgebung je nach Standpunkt und Bewegung der Betrachter und Betrachterinnen – in immer wieder anderen Ansichten. kathleen reinhardt (as dem Buch GMKD25)
GMKD

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